KatecheseKirche St. Stephan
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Liebe Schwestern und Brüder!

„Als erste löste sich eine goldene Zierleiste oben vom linken Seitenaltar und fiel, kaum hörbar, auf das blasse, mit Spitzen besetzte Tuch, darauf Ora pro nobis zu lesen. Ein kleines rundes Barockengelchen flog erschrocken davon, und nur wenig später legte der heilige Aloisius die weiße Lilie nieder und wandte sich schweigend zum Gehen.

Die Blumen begannen zu welken, es löschten die Kerzen der Andacht ihr Licht. Besorgt zog die Madonna ihr Kind an sich und hob die Augen bekümmert über die leeren Bänke. Da klappten die vier Evangelisten die Bücher zu an der Kanzel. Es hat keinen Zweck mehr, sollte das heißen, wer braucht uns den noch? Wir kommen erst wieder, wenn ihr begreift, was euch fehlt und Verlangen habt nach dem lebendigen Wort! Und der göttlichen Gnade, setzte die himmlische Mutter hinzu. Ein Ton noch kam von der Orgel. Ein Schatten lief hin über das jüngste Gericht an der Decke. Es zuckte noch einmal das ewige Licht, eh die erste Säule zu wanken begann und das Gewölbe krachend herniederbrach in eine Wolke von Staub. Davon erwachte das ahnungslose Dorf.“

Dieser Text von Lothar Zenetti beschreibt in anschaulicher Sprache die derzeitige Situation unserer Kirche. Im Moment zuckt und blitzt es nur so, es kracht im Gebälk und manch einer fragt sich, was er noch soll in dieser Kirche und so mancher kehrt ihr auch den Rücken zu.

So traurig und trostlos die Situation scheint, diese Krise (laut Duden: „schwierige Lage, Situation, Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt) kann eine Chance für die Kirche unserer Tage sein.  (Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, der Preis der verletzten und missbrauchten Menschen ist hoch, zu hoch!)

Aber schauen wir zurück: vor einigen tausend Jahren wählte Gott sich ein Volk aus, damit er er-leb-bar wird auf dieser Erde. Dieses auserwählte Volk Israel wurde von ihrem Gott geführt und umsorgt. Für den Lebens-Weg dieses Volkes berief Gott Menschen, welche es führten, bei Dunkelheit ließ er eine Feuersäule leuchten, am Tag wies eine Wolkensäule den Weg. Und trotzdem murrte das unzufriedene Volk und suchte sich neue Götter. Aber immer und immer wieder hat es dieses kleine Volk geschafft, sich aus ihrer „selbst gemachten, alle Bedürfnisse befriedigenden sollenden Religion“ zu befreien und sich wieder an ihren biblischen Glauben zu erinnern. Das täte uns in der Kirche unsere Tage wohl auch gut!!! In der Osternacht hören wir beim Propheten Ezechiel die Frage, ob all die toten Gebeine, all das, was vertrocknet und erschlagen da liegt, wieder lebendig werden könne. Und Gott sagt diese aufbauenden und herausfordernden Worte: „Ich selbst bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig.“ Das ist doch mal eine Verheißung: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.“ In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen „alles neu machende“ Wochen. Es grüßt Sie herzlichst ein SEINER Verheißung trauender

Norbert Lucht

kommende Gottesdienste in der KatecheseKirche St. Stephan