katholische Pfarrgemeinde Heilig Geist Krefeld
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Liebe Gemeinde Heilig Geist! Liebe Schwestern und Brüder!

gefühlt steht unsere Welt Kopf: die Corona - Pandemie, die leidenden Menschen in der Ukraine und in all den Krisen - Kriegsgebieten unserer geschundenen Welt, das sich massiv verändernde Klima und die damit verbundenen Katastrophen, das unsagbare Leid von Menschen durch den Missbrauch, …..     

Da geht es mir zutiefst wie den Jüngern am Abend „jenes ersten Wochentags“: sie hatten aus Furcht die Türen verriegelt, als sie beisammen waren. Wenn mir das „Weltgeschehen“ zu unheimlich wird, dann würde ich mich auch gerne einschließen - wohl am liebsten in einer Berghütte. Aber da haben wir die Rechnung wohl ohne den Auferstandenen gemacht: Jesus tritt ein - in ihre Mitte!!, durch verschlossene Türen und sagt erstmal nicht viel: „Friede sei mit euch!“ Und dann zeigt er ihnen seine Wunden, der mutige Thomas will sogar seinen Finger in die Wunden legen! Die Jünger erkennen Jesus und freuen sich.

Damit ist es für Jesus allerdings nicht getan: „Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!“  Das Evangelium an Pfingsten ist ein kurzes, aber es zählt jedes Wort. Ist es doch der Bericht einer „stillen Welt-Revolution“ (Rudolf Pesch). Hervorheben möchte ich: sie waren beisammen, sie befanden sich alle am gleichen Ort - das feiern wir an jedem Sonntag, wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln. Und Jesus sendet, er sendet bis heute: geht in alle Welt und bringt das Heil in diese geschundene Welt - in SEINEM Frieden und mit SEINEM Geist. Dem Geist, „der auf Jesus nach seiner Taufe durch Johannes herabkam, war sammelnde, einende, heilende, auch unterscheidende Kraft.“ (Rudolf Pesch)  Mögen wir in der Kirche unserer Tage erfüllt werden von eben diesem Heiligen Geist.

Auch für die Kirche unserer Zeit bleibt die Erfahrung des Volkes Gottes, dass jede Reform der Kirche nur durch die neuschöpferische Kraft Gottes die Lebendigkeit erhält, in der der Geist Gottes die Herzen der Menschen bewegt. Als Kirche unserer Tage müssen wir uns immer wieder fragen, was Ziel und Zweck unseres Handelns ist. Wollen wir unsere aus menschlichem Geist geschaffenen Strukturen erhalten oder wagen wir uns zu öffnen für Gottes heiligen Geist, der das Antlitz der Erde erneuern will?  Immer wieder, wenn der Geist Gottes erlahmt, wie einst vor dem babylonischen Exil, erweckt Gott den Geist in Menschen, um seine lebendige Neuschöpfung zu erhalten und zu gestalten. Ein leuchtendes Beispiel in der Geschichte der „erlahmten und müde gewordenen Kirche“ ist die Berufung von Franziskus und Klara von Assisi, vermochten sie es in der Kraft des Heiligen Geistes, die Glaubenskirche wieder in den Fokus zu rücken und durch das gelebte Evangelium der schöpferischen Kraft Gottes zu lebendiger Gegenwart zu verhelfen.  „Das ist’s, was ich will, das ist’s, was ich suche, das verlange ich aus innerstem Herzen zu tun.“ (1 Cel 22) ruft Franziskus beglückt auf, als er im Matthäusevangelium von Jesu Aussendung der Jünger hört, die ohne Stab, ohne Schuhe, ohne zweiten Rock und ohne Geld das Reich Gottes predigen sollten. Lassen sie uns gemeinsam diese unsere HEILsgeschichte fortschreiben: miteinander in SEINEM Geist. „ DER FRIEDE SEI MIT EUCH!“ 

Ihr Pastor Norbert Lucht

 

Hl. Geist-Fenster Petersdom (c) Andreas Langer