katholische Pfarrgemeinde Heilig Geist Krefeld
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Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Gemeinde!

Die Sommermonate liegen vor uns: Sonne, Entspannung, Ferien, Zeit für die Dinge, zu denen man im Trubel des Alltags nicht kommt. Ich möchte Ihnen gern die erste Enzyklika „MAGNIFICA HUMANITAS“ von Papst Leo XIV. ans Herz legen und zum auf den Geschmack kommen, finden sie die Schlusssätze aus seinem Werk.:

„244. Die Jungfrau Maria lehrt uns nicht bloß, Gottes unsichtbares Wirken zu erkennen, sondern lenkt auch unseren Blick »auf die Bruchstellen der Menschheit […], wo die Entstellung der Welt erfolgt, in der Gegenüberstellung zwischen Niedrigen und Mächtigen, zwischen Armen und Reichen, zwischen Satten und Hungernden«, und lehrt uns, »einen anderen Blickwinkel einzunehmen, um die Welt von unten aus zu betrachten, mit den Augen derer, die leiden, nicht mit der Sichtweise der Mächtigen; um die Geschichte mit den Augen der Kleinen zu betrachten und nicht aus der Perspektive der Einflussreichen; um die Ereignisse der Geschichte aus der Sicht der Witwe, des Waisenkindes, des Fremden, des verletzten Kindes, des Verbannten, des Flüchtlings zu verstehen«. [223] So wird die Jungfrau zur »Poetin und Prophetin der Erlösung«, denn aus ihrem Munde kommt »die kraftvollste und wegweisendste Hymne, die je gesungen wurde: das Magnifikat; sie ist es, die die transformierende Absicht des christlichen Heilsplans offenbart. Das, was sich historisch und sozial daraus ergeben hat, hat seinen bleibenden Ursprung im Christentum und bezieht bis heute seine Kraft aus ihm«. [224]

245. Durchwirken wir mit demselben Glauben wie Maria unsere Welt mit Hoffnung und teilen wir das, was wir sind und was wir haben, damit Jesu Gegenwart unter uns wächst und sein Reich Gestalt annimmt. In der demütigen Treue des Alltags kann auch das Zeitalter der KI zu einer Zeit werden, in der der Heilige Geist die Zivilisation der Liebe in unserem Leben zur Reife bringt. Der Herr macht weiterhin alles neu und hält jeder Epoche die Möglichkeit offen, im Licht der Menschwerdung zu einer Geschichte des Heils zu werden. Ich vertraue diesen Wunsch der Mutter Christi an, der Frau des Magnifikat, auf dass sie unsere Schritte in dieser sich wandelnden Gegenwart begleite und in jedem von uns das Vertrauen in das Evangelium bewahre, damit wir Zeugnis geben können von der Schönheit einer großartigen Menschheit, in der Gott gegenwärtig ist.“

Mein Wunsch für uns alle: „lebenskeck“ Zeugnis zu geben von der Schönheit einer großartigen Menschheit, in der Gott gegenwärtig ist.“

Seien Sie alle gesegnet und behütet

Ihr Norbert Lucht, Pfr.