katholische Pfarrgemeinde Heilig Geist Krefeld
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Liebe Gemeinde Heilig Geist! Liebe Schwestern und Brüder!

Dieses Aktuell hat etwas länger gebraucht - war und ist die Lage wegen der Corona-Pandemie unklar und angespannt.

Bei allen schmerzhaften Einschränkungen und Schließungen sind wir aber erleichtert, dass die Kirchen geöffnet bleiben und wir weiterhin Gottesdienste feiern können. 

In jeder gottesdienstlichen Feier betet das versammelte Volk das Tischgebet des Herrn, das Vater unser. 

In der Bitte: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ kommt die Gewissheit zum Ausdruck, dass Gott als der gute Hirte für sein Volk sorgt, denn sein „Markenzeichen“ ist ja „Überfluss“, Leben in Fülle. Dieses meint jedoch nicht nur Zuspruch und Sicherheit, sondern Auftrag und Sendung, Brot zu sein für die Menschen.  

Denn: „Jesus hat in der Tischgemeinschaft das entscheidende Werkzeug Gottes in der Welt gesehen.“ So geht es nicht um ein bloßes Erinnern, sondern vielmehr um ein „Verinnern“ und daraus „Veräußern“! Wie einst Gott sein auserwähltes Volk Israel aus der Zerstreuung sammelte, so ist die Eucharistiefeier die Sammlung seines Volkes heute aus der Zerstreuung, der Zerstreuung aller Ängste, Isolation und Traurigkeit. Somit wird der Tisch des Herrn, um den sich sein Volk heute versammelt, zum „neuen Heilsort“.

So ist es gut, dass wir uns weiter versammeln können und all die Menschen mit einschließen, die aus welchen Gründen auch immer, nicht kommen können.

Zum kommenden Fest der Menschwerdung, welches so anders sein wird, ein paar „andere“ Gedanken von  Dietrich Bonhoeffer:

„Das Jesuskind muss mit seinen Eltern fliehen. Hätte Gott es
nicht auch in Bethlehem vor Herodes hüten können?
Gewiss, aber nicht danach haben wir zu fragen, was Gott alles
wollen und tun könnte, sondern was er wirklich will. Gott will,
dass Jesus nach Ägypten flieht, er zeigt damit, dass der Weg Jesu
gleich von Anfang an ein Weg der Verfolgung ist, aber er zeigt
auch, dass er Jesus behüten kann und dass Jesus nichts zustoßen
wird, solange es Gott nicht zulässt. Jesus lebt nun in Ägypten,
dort, wo sein Volk einst in Knechtschaft und Not hatte leben
müssen. Der König soll nun sein, wo sein Volk war. Er soll die
Geschichte seines Volkes am eigenen Leibe durchleben. In
Ägypten litt Israel Not, in Ägypten fing die Not Jesu an, in
Ägypten mussten Gottes Volk und sein König in der Fremde
im Elend leben. Aus Ägypten aber führte Gott sein Volk ins
Gelobte Land, und aus Ägypten rief Gott seinen Sohn zurück
in das Land Israel. Was einst der Prophet im Blick auf das Volk
Israel gesagt hatte, das erfüllt sich nun an Jesus: »Aus Ägypten
habe ich meinen Sohn gerufen« (Hosea 11, 1). Die Flucht nach
Ägypten war kein blinder Zufall, sondern göttliche Verheißung
und Erfüllung. In Ägypten wurde Jesus ganz eins mit den Leiden
und den Freuden seines Volkes, des Volkes Gottes, unser
aller. In Ägypten ist er mit uns in der Fremde, mit ihm werden
wir auch aus der Fremde ausziehen in das Land Gottes.“

In diesem Sinne: SEGENsreiche Zeiten

Ihr Pastor N. Lucht