katholische Pfarrgemeinde Heilig Geist Krefeld
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Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Gemeinde!

Mit dem Aschermittwoch hat die Fastenzeit ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt und uns in die vierzig Tage vor Ostern eingeführt. Die Fastenzeit ist ein Rufzeichen in die Gedankenlosigkeit hinein und sie will uns zum Eigentlichen führen, wenn wir in der Karwoche Jesus in den Abendmahlssaal folgen, die Nacht seines Ringens bedenken und die Stille des Karfreitags aushalten.

Aus der Nacht des Todes erwächst das Licht der Osterkerze und lässt in uns die Hoffnung wachsen, dass Gott uns Menschen, ja die gesamte Menschheit, zu einem Leben aus österlicher Zuversicht bestimmt hat. Ich weiß - und erlebe es täglich - dass dieses Licht, welches die Kirche in der Osterzeit verkündet, immer weniger Resonanz findet. Die Kirche in Deutschland befindet sich im Wandel, denn "aus einem Nachwuchschristentum wird ein Wahlchristentum." (K. Rahner 1972)

Dennoch kann die Welt ohne Christus, wie ich finde, nur schwer überleben. Ein Text des Schriftstellers Heinrich Böll, dem ich in Studienzeiten einmal begegnen durfte, kam mir wieder ins Blickfeld:

"Ich empfehle es der Nachdenklichkeit und der Vorstellungskraft der Zeitgenossen, sich eine Welt vorzustellen, auf der es Christus nicht gegeben hätte. Ich weiß, die Geschichte der Kirche ist voller Greuel: Mord....,

Aber es gab auch Franziskus, Vincent und Katharine. Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab; für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr als Raum gab es für sie Liebe, für die, die der heidnischen wie gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen.

Nein, die andere Vorstellung ist weitaus gespenstischer: Wie diese Welt aussähe, hätte sich die nackte Walze einer Geschichte ohne Christus über sie hinweggeschoben: Baal und Mammon, die aztekischen Götter. Ich überlasse es jedem einzelnen, sich den Alptraum einer heidnischen Welt vorzustellen oder einer Welt, in der Gottlosigkeit konsequent praktiziert würde."
(H.Böll 1961)

So sind sie alle herzlich zu den Gottesdiensten, Gebeten und theologischen Betrachtungen in der Fasten- und Osterzeit eingeladen. In der Politik braucht man Mehrheiten, um etwas zu erreichen. Seit Abraham wissen wir, dass Gott auch mit einzelnen viel (alles?) erreichen kann, zum Beispiel mit ihnen und mir.

 
Mit hoffnungsvollen Grüßen 

 

Ihr Norbert Lucht, Pfr.